











Man hat moniert, wir seien in Verzug mit den Berichten. Das ist einerseits schön, weil sie offenbar gelesen werden. Aber wir sind ja auch hier, um zu radeln, da fehlt ab und zu die Zeit!
Weg von Donato und seinen Famiengeschichten(die kommen dann in unserem Buch!) hinein in den mächtigen Cilento/Alburni Naturpark, hoch, hoch,hoch, bisweilen schieben, bis auf 1300m durch lauschige Kastanien- und alte Buchenwälder. Oben steht ein Observatorium. Wieder steil hinunter nach Corleto Monforte ins B&B La Veduta, Hangsicht. Nachtessen reserviert im Terra Nostra, empfohlen durch Waldarbeiter Michele (Leser erinnern sich). Das liegt leider ca 4 Km außerhalb. No worry, die Vermieterin organisiert einen Chauffeur, ihren Neffen Gianni, der will nur Englisch sprechen, in Luton bei London aufgewachsen. Purer Zufall: der Schuppen gehört ihm! Ein ausgebautes Hotel im Country Stil mit integriertem Bauernhof. Gianni ist eine Nummer für sich, Tattoos auf den Oberschenkeln von der Queen und Laurel & Hardy. Ci vediamo, Gianni, du kommst ins Buch! Tags darauf weiter im Park zur Schlucht des Flüsschens Sammara, etwas Maggia Romantik, kostet uns 200 Höhenmeter. Dahin kommt man auf der wegen Bergsturzgefahr offiziell gesperrten Straße, über die angeblich höchste Brücke Europas (imposant, aber leichte lateinische Übertreibung), kümmert hier niemanden, Friedhof gleich ums Eck. Nach dem Bergnest Sacco noch das Dessert auf den Pass hoch, oben Begegnung mit Subaru mit Schwyzer Kennzeichen-kein verirrter Bergbauer, sondern emigrierter Einheimischer mit Heimweh! Rasante Talfahrt im mit Ginster bewachsenen Tal, das Bimmeln der Kuhglocken erinnert an die ferne Heimat. Wird man darob sentimental? Unten wartet erneut eine riesige Ebene, Teggiano, Unterkunft bei Privatleuten, sich mit den Zimmern Zuverdienst machen. Würde die Hausfrau für uns kochen? Fehlanzeige, sie hasst kochen, das wär‘s dann puncto Mammas und Nonnas und ihre Kochkünste. Romantiker sterben nicht aus! Auf bald, wir müssen alles aufarbeiten!
Ciao, Cari!